Diese Überschrift habe ich bewusst gewählt, denn genau das ist es, was mir gerade »passiert«.

Als ich im Juni 2016 meiner Herzenskollegin Melanie Weber-Tilse ein Word-Dokument von mir sendete und sie bat, mal reinzuschauen – da hätte ich NIEMALS an das geglaubt, was auf diese Bitte hin folgte. Eine lange Diskussion zwischen Melanie und mir (ich wollte zu diesem Zeitpunkt, dass SIE diese Geschichte zu einem Buch macht, da ich ja eigentlich »nur« ihre Bücher korrigierte!) endete dann mit den für mich mittlerweile besten Worten, die ich jemals hätte hören können.

»Allein schreibe ich das Ding nicht. Gemeinsam mit dir? Sofort.«

Dieser Satz war die Geburtsstunde von »Heil mich, wenn du kannst – Michael«.

Wir begannen am 15.06.2016 zu schreiben und vollendeten am 16.07.2016 mit den berühmten Worten »Ende«. Danach bin ich vermutlich zum ersten Mal in meinem Leben schweigend durchs Wohnzimmer gelaufen, habe mir die Haare gerauft und auch ein bisschen geweint, weil da plötzlich ein Gedanke, der zuvor nur in meinem Kopf existierte, aufs virtuelle Papier gebracht war. Zu diesem Zeitpunkt ahnten weder Melanie noch ich, was da mit großen Schritten auf uns zukam. Unsere Hoffnung war, zu schaffen, dass wir unsere Ausgaben wieder reinholten (Das Cover von der wundervollen Jaqueline Kropmanns, Printexemplare, Lesezeichen & Postkarten für Gewinnspiele). Mit diesem Wunsch drückte ich am Abend des 31.07.2016 den Button »Jetzt hochladen«.

Und was ab diesem Zeitpunkt geschah … kommt mir bis heute wie ein (großartiger!, wundervoller!, hoffentlich niemals endender!) Traum vor. Das »Ziel«, das wir uns gesetzt hatten, erreichten wir innerhalb von 48 Stunden und unser Baby machte sich daran, die große, weite Welt der Amazon Top 100 zu erkunden. Da gab es von heute auf Morgen auf einmal Leute, Menschen, Leser … die ein Buch von MIR (!!!) und Melanie nicht nur lesen wollten, sondern sogar bereit waren, Geld dafür auszugeben. Menschen, die mich anschrieben und eine WIDMUNG (oh mein Gott, ich habe GEZITTERT, als ich das erste Mal eine schreiben durfte!) von mir haben wollten. Menschen, die mir gesagt haben, wie gut ihnen unser Baby gefällt. Ich danke euch allen von Herzen für die lieben Worte, die mich bis heute zutiefst berühren.

Die Frage nach einem zweiten Teil wurde laut. Für mich begannen die schwierigsten Wochen meines bisherigen Lebens, das kann ich rückblickend wirklich sagen. Auf einmal war da diese Erwartungshaltung, das Gefühl, das man jetzt auf GAR keinen Fall versagen durfte, um nicht »ein One-Hit-Wonder« zu sein. Melanie, die zu dieser Zeit ja schon einige Bücher herausgebracht hatte, hat es ganz bestimmt schwer gehabt mit mir in den Tagen, in denen wir an Band 2, an »Annabell« schrieben. Ich setzte mich selbst unter Druck und tief in meinem Inneren war da diese Angst, das wir niemals an das, was da mit Band 1 so unverhofft auf uns zugekommen war, heranreichen würden.

Zum ersten Mal entwickelte ich eine Schreibblockade, die ich mir selbst auferlegt hatte. Ich habe bis heute kein Buch geschrieben, für das ich länger brauchte, an dem ich mehr zweifelte und das mich mehr in den selbst gewählten Wahnsinn trieb, als dieses. Doch Annabell hatte es verdient, dass ihre Geschichte geschrieben wird und gemeinsam mit Melanie gelang es mir dann doch, dieses Buch zu vollenden. Und wieder war da diese Angst. Was, wenn sie (die Leser) es nicht mögen? Was, wenn es wirklich nur ein Zufall war, das Band 1 so gut gelaufen ist? Was, wenn du versagt hast?

Wir haben nicht versagt und die Leser mochten es.

»Annabell« legte den gleichen, tollen Start hin, wie es auch »Michael« tat und ich – habe unzählige Glückstränen vergossen, weil ich so erleichtert war. Für mich gleich zweifach ein Moment, den ich nie vergessen werde, denn zum ersten Mal war es nicht nur eine Geschichte, an der ich zu 50% beteiligt war, sondern auch … das Cover. Ich erhielt von Jaqueline die Erlaubnis, das Design, welches sie für Band 1 erschaffen hatte, weiter zu verwenden und versuchte mich selbst. Seit diesem Tag erschaffe ich alle Cover, die unsere Bücher zieren, selbst und bin jedes Mal wieder überwältigt, wenn die Geschichte ihr ganz persönliches Gesicht bekommt.

Mittlerweile gibt es 7 veröffentlichte Bücher, wovon 5 Bände zu »Heil mich, wenn du kannst« gehören – den letzten beginnen wir bald, zu schreiben. Damit geht diese Ära ein für alle Mal zu Ende. Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mit einem weinenden, weil die Familie Thompson und ihre Freunde mir unendlich ans Herz gewachsen sind und ich gern ein Teil von ihnen war, und mit einem lachenden, weil ich weiß, was da in Zukunft noch auf uns zukommt. Es wird nicht wirklich zu Ende sein, sondern einfach nur ein weiterer Schritt nach vorn.

Melanie und ich »gründeten« ein Label, wir erschufen für unsere Bücher ein Gesicht, das den Namen A+M Books trägt, besuchen gemeinsam die verschiedenen Buchmessen, planen Gewinnspiele, tauschen uns mit unseren Lesern auf (ich liebe es und will es um nichts auf der Welt je wieder missen!), und in einigen Wochen werden wir sogar zum ersten Mal als Aussteller auf eine Buchmesse fahren.

Das Wichtigste von allem aber, und daher schreibe ich davon erst ganz am Schluss – sind all die Menschen, die ich kennen lernen durfte. Ich bin Teil der wundervollen Community »Author Wing«, betreue mittlerweile selbst 2 Schützlinge, die ihre Buchbabys irgendwann auf die große Welt loslassen wollen und darf jeden Tag tun, was ich so sehr liebe. Schreiben. Ich habe meinen »alten« Beruf vollständig an den Nagel gehangen, um nur noch meinen Traum zu leben.

Ich habe Menschen kennen gelernt, von denen mir einige so sehr ans Herz gewachsen sind, das ich sie in meinem Leben nicht mehr missen möchte – und wenn ich die Entscheidung zwischen meinem Traum und diesen Menschen treffen MÜSSTE, dann wäre sie einfach. Deshalb möchte ich Danke sagen.

Danke, Melanie! – Dafür, dass du an mich geglaubt hast, als ich selbst es noch nicht konnte. Dafür, dass du das Wagnis eingegangen bist, ein Buch mit jemandem zu schreiben, den du zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal persönlich kanntest (Ja, wir haben uns zum ersten Mal persönlich getroffen, da war Band 2 schon erschienen!). Dafür, dass du jeden einzelnen, verdammten Tag mit mir die Geschichten unserer Protagonisten zum Leben erweckst, dass du mir eine Freundin geworden bist. Danke für »Allein schreibe ich das Ding nicht. Gemeinsam mit dir? Sofort.« Ich liebe dich von ganzem Herzen!

Kate – auch du bist fest verankert in meinem Herzen, gemeinsam mit Meli sind wir der Dreier, der mir jeden Tag das Aufstehen versüßt und mich in den traurigsten Zeiten dennoch lächeln lässt. Danke, dass du seit Buch 2 immer »mittendrin, statt nur dabei« bist und uns Live-Feedback gibst. Danke, dafür, das unsere Worte dich zum Weinen bringen, dich leiden lassen, dich LIEBEN lassen. Danke für jedes Aaaaaaaaaaaaawwwww und Ooooooooooooooh mein Gott. Soulsister, nie mehr ohne dich!

Jaqueline – Auch du hast dich still und leise im wahrsten Sinne des Wortes in mein Herzchen geschrieben. Deine wundervollen Worte, deine fantastischen Bilder und nicht zuletzt unsere gemeinsamen »Lästerstunden« machen auch dich zu einem Menschen, zu einer Freundin, für die ich unendlich dankbar bin. Ich freue mich sehr darauf, auch dich endlich in Natura zu sehen, du Zauberhafte! <3

Selina, Alice, Maya, Svenja, und nochmal Svenja, Lena, Christin, Nicole, und ALLE, die ich mit Sicherheit vergessen habe. Danke für einfach alles! Ihr wisst, jeder für sich, wovon ich spreche!

Und da ich gerade von Melanie via Facebook »angeschnauzt« werde, dass ich einen Blogbeitrag und kein Buch schreiben soll – ende ich an dieser Stelle mit einem schlichten:

Danke. Ihr seid die Essenz meiner Geschichten.

Alisha